Die Zeit der Ausreden ist vorbei.

schreibt Nico Paech als Schluss-Satz. Davor steht viel Wichtiges, Lesenswertes, Beherzenswertes. Ihr solltet es lesen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

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Umsonst gehackt!

Gegen Verbrennung - in Rostock und andernorts

Unsere „alte“ Webseite wurde 2008 gehackt. Wir haben uns damals nicht die Mühe gemacht, die entfernten Beiträge wieder einzustellen, sondern statt dessen diesen Blog ins Leben gerufen.

Entfernt wurden damals die Links zu Informationen von Dr. habil. Uwe Lahl  führten. (Lahl war damals Abteilungsleiter für Imissionsschutz im Bundesumweltministerium und ist heute ordentlicher Professor an der Technischen Universität Darmstadt, Institut IWAR. Fachgebiet Abfalltechnik) .

Schlecht gehackt, denn die Informationen selbst sind noch da und der Lahl’sche Text ist auch unabhängig von unserer alten Webseite im Internet auffindbar. Selbst ein Informationsblättchen aus damaliger Zeit kann noch nachgelesen werden.

Jetzt soll die Rostocker Müllverbrennungsanlage „nachgenehmigt“ werden – mit der alten SNCR-Rauchgasentstickung statt einer leistungsfähigeren, klimafreundlicheren SCR-Anlage. Das SNCR-Verfahren ermöglicht nicht nur Ammoniakschlupf, sondern auch Lachgasemissionen. Und Lachgas ist ein noch viel schlimmerer Klimakiller als CO2!

Auch deshalb wies Lahl  bereits 2007, also noch vor Abschluss der „Änderungsgenehmigung“ für die Rostocker Müllverbrennung…

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Alles auf Anfang?

Eigentlich sollte dieser Blog den grundsätzlicheren Informationen vorbehalten sein und sein Schwesterchen mvahro.wordpress.com über das konkrete Geschehen informieren.

Aber nun kommt es dicke in Rostock, denn neben dem Vorhaben einer zentralen Klärschlamm-VERBRENNUNG lebt das Genehmigungs-Prozedere zur Vattenfall’schen Müllverbrennung wieder auf.

Da erscheint es sinnvoll, letzteres hier abzuhandeln und die Klärschlamm-Verbrennung auf mvahro.wordpress.com zu belassen.

VATTENFALL will in Rostock weiter verbrennen statt (wenigstens anteilig) zu recyceln, ganz unabhängig vom Klimageschehen, den Klimaschutz-Zielen der Bundesrepublik, der EU usw. usf.

In Schweden tritt VATTENFALL als Saubermann auf (siehe z.B. hier) und in Rostock verbrennt er „Sekundär-Brennstoffe“ – mit entsprechendem CO2-Ausstoß.

In einem privat initiierten Prozeß gegen die Genehmigung des Rostocker Müllofens verfügte das Oberverwaltungsgericht von Mecklenburg-Vorpommern 2016 die Stilllegung der Anlage. Aber da kam wie gerufen ein „Umweltrechtsbehelfsgesetz“ daher, dass die Heilung der Genehmigungsfehler erlaubt (wer wohl dieses Gesetz auf den Weg gebracht hat?).

Das „Heilungsverfahren“ beginnt am 28.10.2019 im StALU MM als nichtöffentlicher Scopingtermin, wie ein entsprechendes Schreiben des StALU  erkennen lässt. Sein Text zeigt, dass sowohl vom StALU als auch von VATTENFALL die Minimalvariante angestrebt wird: anschreiben-stalu 190929. Lest selbst und überlegt, ob Euch das Thema wichtig ist und wie Ihr Euch einbringen wollt (ein erster Schritt wäre z.B., diesen Blog zu „abonnieren“).

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„„Der Klimawandel findet hier und heute statt…“

Bereits Anfang August informierte die taz über eine neue Studie zum Zusammenhang zwischen Klimawandes und Wetter:

Auch in der Hitzewelle, die im Juli Westeuropa heimsuchte, steckt nach einer neuen Studie eine ganze Menge Klimawandel: Rekordtemperaturen von über 40 Grad Celsius über mehrere Tage sind nun in Deutschland alle zehn Jahre wahrscheinlich, ohne die Erderhitzung kämen sie nur alle 50 bis 100 Jahre vor…

Die außergewöhnlich hohen Temperaturen von mehr als 45 Grad im Juni seien „mindestens fünfmal so wahrscheinlich“ geworden durch die Erderhitzung im Vergleich zu 1900, als noch kaum menschengemachtes CO2 in der Atmosphäre war.

„Der Klimawandel findet hier und heute statt. Er ist nicht nur ein Problem unserer Kinder“.

Aber in der Bundesrepublik ist ja alles viel, viel harmloser. Und kommt viel, viel später…

So warnt beispielsweise die Ostsee-Zeitung zwar vor „Hitze, schwere Gewitter und womöglich sogar Tornados„, schließt aber mit dem beruhigenden Satz einer Meteorologin (!): „Für Juni ist das eigentlich normal“. Regierungstreu eben, die Ostsee-Zeitung, im Lokalen wie im Globalen. Wer sich klimapolitisch gut informieren will, muss zur taz greifen. Dort gibt es fast jeden Tag wertvolle Informationen. Chapeau, taz!

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Mehr als genug auch im Großen!

SPIEGEL online schrieb am 18.3.2019:

Temperaturanstieg in der Arktis lässt sich nicht mehr aufhalten

Selbst wenn die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens umgesetzt werden: Die Temperaturen in der Arktis werden laut UNO bis 2050 um mindestens drei Grad Celsius steigen…

[Es] werden die Temperaturen in der Arktis im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter bis 2050 um mindestens drei bis fünf Grad Celsius im Jahresmittel steigen – selbst wenn die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens erfüllt und der globale Ausstoß an Treibhausgasen massiv gesenkt werden würde. Bis 2080 seien sogar Temperaturanstiege von bis zu neun Grad Celsius möglich, heißt es in dem Bericht, der während der Uno-Umweltkonferenz vorgestellt wurde…

Die Folge: Die Eismassen schmelzen, und der Permafrostboden taut. … In den teilweise Hunderte Meter dicken Permafrostschichten der Arktis sind seit der letzten Eiszeit gigantische Mengen Biomasse aus abgestorbenen Pflanzen konserviert. Sobald sie tauen, beginnt die Zersetzung durch Mikroorganismen – und zusätzliche Treibhausgase wie Kohlendioxid und Methan werden frei.

Das Tauen der Permafrostböden gilt daher als möglicher sogenannter Kipppunkt im globalen Klimasystem. Damit sind Effekte gemeint, die die Erderwärmung bei Überschreiten bestimmter Schwellen trotz aller von Menschen unternommenen Gegenmaßnahmen unumkehrbar machen könnten.

Na, dann können wir doch auch weiter verbrennen! Klärschlamm beispielsweise. ODER?

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Mehr als genug!

Klärschlamm-Verbrennung in M-V, wohin das Auge blickt:

  1. Mitten in Rostock (die „Klärschlamm-Kooperation M-V GmbH„),
  2. In Stavenhaben (die EEW),
  3. In Güstrow (Vorhabensankündigung durch die Stadtwerke, Vorhabensträger aber vermutlich Remondis): „Das ist als eine Lösung für ganz MV angedacht…“.

Die Gesamtkapazität geht weit über das Klärschlamm-Aufkommen in Mecklenburg-Vorpommern hinaus:

  • 100.000 t/a OS („Originalsubstanz“) in Rostock
  • 160.000 t/a OS in Stavenhagen
  • 130.000 t/a OS in Güstrow

Das sind zusammen rund 400.000 t/a OS! Die klima- und umweltschädlichen Folgen kann man kaum abschätzen: Klärschlamm-Anlieferungen aus anderen Bundesländern, Verbleib der Schwermetall-belasteten Aschen in M-V („Ein Land zum Leben“), viel und unnötige CO2-Emissionen durch die LKW-Anlieferungen über weite Strecken und die Verbrennung selbst usw. usf.

Will das unsere Landesregierung wirklich?

Fordern Sie deshalb bitte mit uns vor der Genehmigung dieser Anlagen

  1. die Durchführung einer strategischen Umweltprüfung (SUP) mit Öffentlichkeitsbeteiligung sowohl zur Technologie (Verbrennen oder Carbonisieren) als auch zum Standort (zentral oder jeweils lokal) – natürlich mit Öffentlichkeitsbeteiligung.

  2. Eine umfassende Ökobilanz, die mit der Bewertung der „biogenen Herkunft“ kommunaler Klärschlamme beginnt und alle anschließenden Behandlungswege bis hin zum Verbleib eventueller Reststoffe sowie die Uranbelastungen durch importierten Phosphordünger wegen Nichtverfügbarkeit des im Klärschlamm enthaltenen Phophors detailliert und nachvollziehbar darstellt.

Kommen Sie auch zur Informationsveranstaltung am 2.3. in Rostock!

Es gilt, jetzt die Zukunft zu retten! Siehe auch infoblatt ks-zukunft-4

 

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Fridays for Future – aber doch nicht in Rostock!

Noch am 9.2. berichtete die Ostsee-Zeitung, „Die weltweite Jugendbewegung „Fridays for Future“ erreicht Rostock“. ABER:

Noch bevor sie damit begonnen haben, die Demo zu bewerben, hätten sich über Whatsapp und Instagram schon rund 300 Teilnehmer dafür anmeldet, berichtet Yasmin. Weil anzunehmen ist, dass daraus bis zum 15. März noch viel mehr werden, muss die Veranstaltung an einem anderen Ort stattfinden als geplant. Ursprünglich wollten die Aktivisten auf dem Neuen Markt protestieren. Wo sie stattdessen mit Plakaten und Durchsagen Alarm machen werden, stehe noch nicht fest (ebenda).

Na klar, viel mehr als rund 300 Demonstranten gehen ja nicht auf den Neuen Markt rauf. Und rechtzeitig einen anderen Demonstrationsort in Rostock anbieten, schaffte die Stadtverwaltung so schnell auch nicht.

Zumindest ist nichts in den Nachrichten zu finden. Das wäre ja auch noch schöner: Mit allen Mitteln versuchen die Befürworter einer große Klärschlamm-Verbrennungsanlage andere Meinungen und Sichtweisen zu unterdrücken und dann kommen die Schüler und Studenten und demonstrieren fürs Klima?! NICHT IN ROSTOCK!!!

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